Regeln für das Gelingen von Silagen

 

Wenn die wichtigsten Regeln eingehalten werden, kann mit guter Silage gerechnet. Folgende Silierregeln sind bei der Produktion von Qualitätssilagen einzuhalten

Zum richtigen Zeitpunkt mähen

Das heisst "Beginn Rispenschieben bis volles Rispenschieben" Im Hinblick auf gehaltsreiches, hochverdauliches Futter sollte der erste Schnitt beim Rispenschieben der bestandesbildenden Obergräser erfolgen. Älteres Futter hat einen geringeren Nährwert, ist schlechter verdaulich, enthält weniger Zucker als Gärsubstrat und ist zudem sperrig, was die Verdichtung im Silo behindert und Fehlgärungen fördert.

Wichtig:

Gerade bei Silagen, welche an Pferde verfüttert werden soll, ist der Mähzeitpunkt nicht zu früh zu wählen. (Zu hohe Gehalte des Futters!)

Anwelken bringt Sicherheit bei der Vergärung

Das Futter sollte auf 35 bis 45 % Trockensubstanzgehalt anwelkt werden. Die Verdunstung des Wassers erhöht die Zuckerkonzentration im Zellsaft. Die Gärfähigkeit steigt, die Aktivität der schädlichen Buttersäurebakterien nimmt ab, und Verluste durch Gärsaft bleiben aus. Anwelksilagen haben einen besseren Futterwert, werden besser gefressen und haben eine gute Strukturwirksamkeit in der Fütterung.

Angewelktes Futter ist leichter beim Pressen, erzeugt weniger Kosten und Bodendruck und hilft mit, den vorhandenen Siloraum besser zu nutzen.

 

Nur sauberes Futter silieren

Der Silo ist keine Notlösung für verregnetes Heu! Mit Erdbesatz und Verunreinigungen gelangen Gärschädlinge (vor allem Buttersäurebakterien) in den Silo. Je verschmutzter das Futter, je geringer der Nährwert und die Futteraufnahme durch die Tiere. Verschmutzte Silagen können die Qualität der Milch vermindern und schaden dem Ruf. Das lässt sich verhindern indem man:

-         die Erntegeräte richtig einstellt

-         abgetrocknetes Futter mäht (v.a. bei Mäusebefall und lockerer Grasnarbe)

-         dichte Grasnarben mit Untergräsern anstrebt

-         beim Ausbringen von Hofdünger stets auf eine gleichmässige Verteilung achtet

 

Zügig einsilieren, verdichten und luftdicht abschliessen

Schnelles Befüllen und rasches Verdichten des Futters sind das A und O des Silierens. Zwischenlagerungen von Siliergut (z.B. über Nacht) stets vermeiden (Futtererwärmung und Zuckerverlust). Nach Möglichkeit sollte der Silo in einem Zug befüllt werden.

Ein Vorgehen in Raten fördert Gärschädlinge und Futtererwärmung. Im Fahrsilo pro Tag mindestens 50 cm gewalztes Futter einbringen und über Nacht provisorisch abdecken. Den Hochsilo vor Beginn der Wiederaufnahme des Einsilierens wegen der Gase gut lüften. Ballensilagen am besten sofort, spätestens aber nach ca. 3 Stunden wickeln und lagern.

Bei guter Verdichtung und gleichmässiger Verteilung wird die Luft ausreichend aus dem Siliergut verdrängt. Dadurch werden Atmungsverluste im Futterstock verhindert und optimale Bedingungen für die Milchsäurebakterien geschaffen. Nach Abschluss der Befüllung muss der Silo luftdicht abgeschlossen werden. Abdeckfolien sind ausreichend zu beschweren und vor Beschädigung zu schützen (Einzäunung, Schutznetz etc.).

Silierzusätze richtig anwenden

Bei ungünstigen Silierbedingungen ist der Einsatz von wirksamen Siliermitteln zu empfehlen. Silierzusätze können jedoch die Sorgfalt beim Silieren nicht ersetzen. Sie können den Gärverlauf und die Futteraufnahme nur bei richtiger Wahl und Anwendung verbessern. Die Eidgenössische Forschungsanstalt für Nutztiere RAP in Posieux ist Bewilligungsstelle für Siliermittel. Bei ihr kann die jährlich publizierte Liste bewilligter Siliermittel mit Anwendungsempfehlungen bezogen werden. Ein Merkblatt zu Siliermitte n und deren Einsatz ist auch bei der Schweizerischen Vereinigung für Silowirtschaft SVS zu beziehen.

Siloballen

Investitionskosten tief, Folienverbrauch hoch

Bei diesen Verfahren (Rund- und Quaderballen) liegen die Investitionskosten tief. Die Verfahrenskosten sind bei Quaderballen oft höher als bei Rundballen, weil die Ballen mehrheitlich kleiner sind. Der Vorteil der besseren Lagerung und Abwicklung kostet.

Beide Verfahren eignen sich gut für die Nutzung kleiner Restflächen sowie als Ergänzung zu anderen Konservierungsverfahren. Die Entsorgung der Silofolien ist noch nicht optimal gelöst. Von Vorteil sind die kleinen Einheiten bezüglich Handhabung, Handel und geringen Folgekosten einzelner verdorbener Ballen.

Vorteile

  • Praktisch für Restparzellen
  • Keine Bauten
  • Flexibel
  • Mechanisierbare Auslagerung
  • Kleine Einheiten (Handhabung, Verderb)
  • Schnelle Pressung 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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